Wix, Jimdo oder WordPress:
Was für KMU wirklich sinnvoll ist.
9 € im Monat klingt günstig — aber was kostet eine Website, die keine Kunden bringt? Der ehrliche Vergleich: Wann ein Baukasten reicht, wann er dich langfristig einschränkt und warum die meisten KMU die falsche Rechnung aufmachen.
Die Frage kommt in fast jedem ersten Gespräch: "Wir haben überlegt, das selbst mit Wix zu machen — warum sollten wir in eine richtige Website investieren?" Es ist eine berechtigte Frage. Und die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an.
Manchmal ist Wix die richtige Wahl. Manchmal ist es die teuerste Entscheidung, die du treffen kannst — auch wenn sie nur 9 € im Monat kostet. Dieser Artikel hilft dir, die richtige Entscheidung für deinen Betrieb zu treffen.
Was Baukästen können — und was nicht
Wix, Jimdo und Squarespace sind echte Produkte mit echten Vorteilen. Du brauchst keinen Entwickler, kein Hosting, keine Domain — alles ist inklusive. Du kannst in ein paar Stunden eine vorzeigbare Website bauen. Das ist keine Kleinigkeit.
Aber es gibt strukturelle Grenzen, die du kennen musst:
SEO: Der entscheidende Unterschied
Baukasten-Websites haben technisch aufgeholt — aber in einem entscheidenden Punkt stecken sie noch immer zurück: Ladezeiten und technisches SEO. Wix-Seiten laden im Schnitt langsamer als gut optimierte WordPress-Seiten, weil der Code durch die Baukasten-Infrastruktur automatisch aufgebläht wird.
Das klingt abstrakt — es hat aber direkte Folgen. Google bewertet Ladezeit als Rankingfaktor. Jede Sekunde Ladezeit kostet dich durchschnittlich 4 % Conversion-Rate. Und für lokale Suchanfragen — "Sanitärbetrieb Köln", "Steuerberater Bonn" — entscheiden diese Details, ob du auf Seite 1 oder Seite 3 erscheinst.
Der Test: Mach den PageSpeed-Test (pagespeed.web.dev) für eine Wix-Website und eine gut optimierte WordPress-Website im Direktvergleich. Der Unterschied auf Mobile ist fast immer deutlich.
Du gehst nie wirklich weg — du bist eingesperrt
Mit Wix, Jimdo oder Squarespace gehört deine Website dem Anbieter — nicht dir. Du kannst deine Inhalte exportieren, aber du kannst nicht die fertige Website auf einen anderen Hoster umziehen. Du bist dauerhaft an die Plattform, deren Preise und deren Entscheidungen gebunden.
Was das konkret bedeutet: Wix hat die Preise in den letzten Jahren mehrfach erhöht. Squarespace hat Funktionen hinter teurere Tarife verlagert. Jimdo hat ganze Produktlinien eingestellt. Du hast bei all dem keine Wahl — und keine Verhandlungsmacht.
Mit WordPress: Die Software gehört dir, der Code gehört dir, die Daten gehören dir. Du kannst den Hoster wechseln, die Agentur wechseln, den Server wechseln — die Website bleibt immer deine.
Individualität hat ihre Grenzen
Wix und Jimdo bieten Tausende von Templates — aber am Ende sehen viele Websites gleich aus. Nicht weil die Unternehmen identisch sind, sondern weil die Bausteine identisch sind. Und für ein KMU, das sich von der Konkurrenz unterscheiden will, ist das ein Problem.
Dazu kommt: Wenn du eine spezifische Funktion brauchst — ein individuelles Kontaktformular, eine Kalkulator-Funktion, eine Anbindung an dein CRM oder dein Buchungssystem — bist du schnell an die Grenzen des Baukastens gestoßen. Was mit WordPress in einem Tag integriert ist, scheitert bei Wix oft an fehlenden Schnittstellen.
Die echten Kosten — die versteckte Rechnung
9 € im Monat klingt nach nichts. Aber Wix Business kostet 27 € im Monat, für E-Commerce 35 €. Squarespace Business: 23 $/Monat. Dazu kommen Premium-Plugins für Funktionen, die bei WordPress kostenlos sind. Über 5 Jahre summiert sich das schnell auf 2.000–4.000 €.
Aber die versteckte Rechnung ist eine andere: Was kostet dich die Website, die keine Kunden bringt? Eine Baukasten-Website, die auf Seite 3 bei Google erscheint, bringt keine Anfragen — egal wie günstig sie war. Eine professionelle WordPress-Website, die auf Seite 1 erscheint und konvertiert, amortisiert sich innerhalb von Monaten.
Die relevante Frage: Nicht "Was kostet die Website?" — sondern "Was bringt die Website?" Ein Heizungsbetrieb, der durch eine gut aufgestellte Website monatlich 3 neue Aufträge gewinnt, hat die Investition nach wenigen Wochen wieder rein.
Wann Wix oder Jimdo die richtige Wahl ist
Klar gesagt: Es gibt Fälle, in denen ein Baukasten völlig ausreicht.
- Du brauchst nur eine digitale Visitenkarte — Kontaktdaten, Öffnungszeiten, ein paar Fotos. Kein Fokus auf Google-Rankings, keine komplexen Funktionen.
- Du willst es in einem Wochenende selbst erledigen und die Website ist nicht dein wichtigster Kundenkanal.
- Du bist in der Testphase eines neuen Geschäftsmodells und willst schnell einen ersten digitalen Auftritt ohne große Vorabinvestition.
In allen anderen Fällen — besonders wenn neue Kunden über Google kommen sollen, wenn du lokale Sichtbarkeit brauchst oder wenn die Website ein echter Verkaufskanal sein soll — ist WordPress die sinnvollere Investition.
Fazit: Die richtige Frage stellen
Die Frage "Wix oder WordPress?" ist die falsche Frage. Die richtige Frage ist: "Was soll meine Website leisten?"
Wenn die Antwort ist "Kunden gewinnen, bei Google gefunden werden, professionell wirken und langfristig flexibel bleiben" — dann ist WordPress in fast allen Fällen die richtige Wahl. Nicht weil Baukästen schlecht sind, sondern weil sie für einen anderen Zweck gebaut wurden.
Du bist dir nicht sicher, was für deinen Betrieb die richtige Lösung ist? Wir schauen das gemeinsam an — kostenlos und unverbindlich.
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